Warum Dein Partner ein Arschengel ist

In der letzten Woche sind schier viele Wunder passiert. Ich gab mein aller erstes ThetaHealing® Seminar! Es war eines der fortgeschrittenen Seminare „Du & Deine bessere Hälfte“. Genau mein Thema. Ich erzählte Wochen vorher einer Freundin, was dieses Seminar bei mir gemacht hab. Wie begeistert ich doch war. Eine Woche vor dem geplanten Seminar, wo ich bereits niemanden erwartet hatte, bucht meine Freundin das Seminar. Ich war verblüfft. 

Du musst wissen, dass ich nach dem ThetaHealing Lehrer Seminar, wie eine Verrückte alle Termine im Wochentakt fest plante. Einige Termine vergaß ich sogar. 

Die Buchung meiner Freundin kam rein und mein Herz machte Freudensprünge. Ich ging die Seminarunterlagen nochmals durch und machte gleichzeitig ein paar Übungen mit mir selbst. Eine davon ist eine sehr kraftvolle Übung, die die Beziehung zu Deinem Partner stark beeinflussen kann. Nämlich die Übung „Beziehungsaura aufladen„. Als Paar haben wir eine gemeinsame Aura, die man mit tollen Sachen, wie Vertrauen, Liebe, Güte, Vergebung, Toleranz usw. auffüllen kann. Jedes Mal wenn ich diese Übung gemacht habe, ging es eine Ebene tiefer bei meinem Mann und mir. Das bedeutet auch, dass es vorher kurz geruckelt hat. 

Diskussionen und Streitgespräche. 

Meine Erkenntnis dazu: 

Diskussionen, Ärger und sich streiten fördert nicht so ganz die Beziehung. Sie hält sie eher weiter fern zueinander. Da aber auch ich sehr viele Programme über das „Alleine-ist-es-sicherer“ verfüge, ruckelt so eine Liebesdusche einiges auf. 

Der ewige Kampf um das Recht haben. 

Wenn ein Streitgespräch losgeht, dann endet er mit ein paar Tagen Anschweigen und Ignorieren. Was auch seine Vorteile hat. Ich muss nicht viel mit meinem Mann reden. 

Manchmal tun die Beschuldigungen und Verurteilungen vom Gegenüber richtig weh. Und sind wir mal ehrlich, ich schieße mit der gleichen Patrone zurück. Manchmal mit einer viel größeren Patrone. In der Hoffnung, dass ich damit mein Mann bekämpfen kann. 

Verzweiflung und Angst breiten sich in mir heraus. Ich fühle mich total hilflos und allein. Nun versteht man mich wieder nicht, denke ich mir. Dieser Gedanke ist alt. Sehr alt. Die Wunde ist noch da. Eitert hier und da. Um sich bemerkbar zu machen. 

Am nächsten Tag bekomme ich eine ThetaHealing® Sitzung und wir schauen genauer hin. Ich schimpfe über meinen Mann. Wie unfair er ist. Wie blöd er ist und wie sch***e er ist. Die Scham spielt ganz weit vorne, ich traue mich nicht weiter zu reden, aber die Wut übernimmt und ich rede einfach weiter über die Verzweiflung in mir. 

Mich erinnert es an eine Situation aus der Kindheit. Ich sitze stundenlang alleine im Zimmer mit x Stofftieren gemeinsam einsam. Tränen der Erleichterung und der Trauer fließen mir die Wangen hinunter. So erging es meiner gesamten Kindheit. 

Wenn Du einige meiner Blogartikel gelesen hast, weißt Du sicherlich das meine Eltern ein China Restaurant hatten. Sie waren jeden Tag am arbeiten. Ich saß jeden Tag alleine im Zimmer. Später wurde der Fernseher mein bester Freund. 

Diese Einsamkeit und Verzweiflung steckte immer noch in mir. Ich wollte es nicht wahrhaben. Es verbannen und weg sperren. Ich fühle mich sogar schuldig, dass ich mich so gefühlt habe. 

Im nach hinein verstehe ich das natürlich. Jedes Kind ist bedürftig nach Liebe, Anerkennung und Gemeinschaft. Wenn es davon nicht die ausreichende Menge erhalten hat, bleibt das Bedürfnis in Kombination mit den Schmerzen und der Sehnsucht

Jetzt mit 33, knapp über 25 Jahre später meldet sich die vereiterte Wunde. Die Wunde, wo der Partner immer wieder rein piekst, wenn es zu Auseinandersetzungen kommt. 

Alle Schmerzen sind in uns. Kein Mensch im Außen kann uns Gefühle in uns hinein geben. Du kannst nicht jemanden lieben, wenn Du Dich selbst nicht liebst. Genau so mit Hass. Du kannst niemanden hassen, wenn Du es auch nicht tust.

Die Situation als Kind habe ich mir schon öfters angeschaut. Ja, sogar gefühlte 100 x. Aber jedes Mal ist es anders. Jedes Mal sehe ich das innere Kind in mir in einem anderen Blickwinkel. 

Es ist normal, wenn eine Situation immer wieder auftaucht. 

Dort gibt es die meisten Schätze, die es gilt auszupacken. Manchmal braucht es die Zeit, bis sich alles zeigt. Der Schmerz kann manchmal so groß sein, dass Dein System nur soviel Schmerz zulässt, wie Du in diesem Moment aushalten kann. 

Meine Wunde beginnt langsam zu heilen. 

Allein bei dem Anblick meines Mannes, löst es bereits die Verzweiflung und das Nicht-gesehen aus. Da weiß ich, dass es noch mehr Zuneigung und Zuwendung zu mir selbst braucht. 

Es gibt Tage, da will ich einfach nicht hin fühlen. Schon wieder weinen? Ich kämpfe mit mir. Ohne Gewinn. Am Ende des Tages will die Wunder geheilt werden. Unser innerstes will gehört werden. 

Wenn Du keine Diskussionen oder Streitgespräche mit Deinem Mann führst, übernehmen die eigenen Kinder die Piekserei. 

Ich war heute erst mit unserem 3-jährigen Sohn unterwegs zu Netto. Auf dem Weg, wollte er den langen Weg nehmen, damit er die Straße mit seinem Laufrad runter rutschen kann.

Ich war noch in Gedanken bei meinen Gefühlen. Ich fühlte sofort eine Härte in mir und wollte nicht den langen Weg nehmen. Mein Sohn fing an zu weinen. Verzweiflung, Ärger und Hilflosigkeit breiten sich in mir aus. Ich werde richtig unangenehm und stelle meinen 3-jährigen Sohn ein Ultimatum. Entweder er geht mit mir den kurzen Weg oder wir gehen nach Hause. Und wenn Du auch ein Elternteil bist, dann weißt Du das Entweder-Oder-Geschichten überhaupt nicht wirkt bei Kleinkindern.

Ich entschied nach Hause zu gehen, war aber so fertig mit der Situation, dass ich mich vorerst entschied, mich auf eine Bank zu setzen. Mein kleiner weinend hinter mir her.

Er verstand die Welt nicht mehr.

Ich auch nicht.

Ich nehme ein paar Atemzüge ein und aus und klopfe ein paar Meridian (EFT) Punkte.

Nach ein paar Minuten beruhige ich mich und frage meinen kleinen, ob er auf mein Schoß will. Ich nimm ihn und wieg in leicht sanft hin und her. „Mama ist blöd, oder?“ Mein kleiner nickt. „Bist Du auch blöd?“ Er schüttelt den Kopf. „Wollen wir zu Netto? Und nehmen den langen Weg?“ Mein kleiner lächelt und strahlt. 

Mein innerstes strahlt auch.

Ich fühle mich immer noch etwas platt von dem ganzen Ereignis. Ich weiß aber, dass es am Ende gut wird. Der Schmerz wird nicht kleiner, wenn ich wegschaue. 

Manchmal betäube ich den Schmerz mit Essen. Ich esse dann eine Schnitte Brot mit Bio Haselnuss-Schoko-Creme nach der anderen. Das besänftigt mich nur vorübergehend.

Bis mein Arschengel Mann eine Frage stellt, mich nur komisch von der Seite anschaut oder einfach nur da ist. 

Vor allem ist das schlimm, wenn der Vollmond vor der Tür steht. Oder Portaltage sind oder ich meinen Winter erwarte. Das sind zusätzliche Arschengel Energien, die Dir zeigen wollen, dass die Wunde immer noch weiter eitert. 

Warum tue ich mir das an? 

Ich möchte diese Wunden nicht weiter an meine Kinder übertragen. Keiner ist perfekt als Elternteil und wir können die perfekten Eltern sein, wenn wir uns gut um uns selbst kümmern.

Kinder machen erfahrungsgemäß nicht das was man ihnen sagt, sie machen das was wir (vor)machen.  

Jahrelang habe ich auch versucht so zu sein, wie meine Eltern es gerne hätten. Aber es sieht scheinbar nach Außen hin so aus, als hätte ich total den Verstand verloren. 

Ich beginne wieder zu vertrauen und meine Mitmenschen nicht als Eltern, Ehemann, Kinder, Geschwister usw. zu sehen. Sie sind allesamt Lehrer für mich. Jeder auf seine eigene Art und Weise. Auf einer tieferen und spirituellen Ebene ist das die Wahrheit. Jeder trägt so viel Weisheit und Cleverness in sich. Jeder Mensch trägt ein Funken Gott in sich. 

Wenn wir das erkennen können, wird es leichter. Neulich habe ich auch in irgendeinem Artikel gelesen, dass sogar die Menschen, die Dich am meisten verärgern oder Schmerz hinzufügen, die größten Arschengel sind. Karmische Verbindungen können hier der Grund sein. Wir erinnern uns gegenseitig, dass wir göttliche Funken sind und können aus gemeinsamen Erfahrungen voneinander lernen.

Das klingt vielleicht auch ein wenig verrückt, aber bringen Dich die Menschen weiter, die Dich ständig Bauch pinseln weiter oder die, die auch mal Tacheless mit Dir reden? 

Ja, Tacheless kann auch schmerzhaft sein und einen vor Empörung aufrütteln. Aber das Aufrütteln ist gut! Manchmal braucht es ein Weckruf, endlich sich selbst zu reflektieren

Nicht auf die von-oben-herab-Art, sondern einen liebevollen Arschtritt. Auch genannt „Tough Love„.

Ich hätte mich niemals mir selbst so sehr zugewendet, ohne meine großartigen Arschengel Ehemann Lehrer.  Ich konnte dadurch erkennen, dass wir alle die Wahl haben zu heilen. Uns besser kennenzulernen. Viel verständnisvoller gegenüber anderen Menschen zu sein. Auch wenn sie scheinbar unmögliche Sachen machen. Wir alle hatten Eltern, die Eltern hatten. Es gab seit Anbeginn der Zeit niemals so tolle Möglichkeiten und Ressourcen für Bewusstwerdung des eigenes Geistes. Es ist allmählich Zeit, sich der spirituellen Evolution zu öffnen und zu wissen, dass wir mehr sind als nur der Körper. 

Technologien haben großartige Fortschritte gemacht, jetzt heißt es geistige und spirituelle Fortschritte zu machen.

Alles hat seinen Grund. Die Welt schreit nur danach endlich geheilt so werden. Wo können wir anfangen?

Bei uns selbst.

Wenn wir im ewigen Kampf mit uns selbst sind, wird es weiterhin Kampf  im Außen geben.

Also sehe jeden Menschen, der Dir begegnet, als Lehrer. Vor allem Dein Partner ist der großartigste und unbezahlbarste Lehrer aller Zeiten. 

Er hilft Dir die dunkelsten Ecken Deines Unterbewusstsein zu beleuchten um Frieden damit zu schließen. Wenn wir es nicht tun, bleiben wir gefühlt immer abgespalten und getrennt von uns selbst. 

Macht das Sinn für Dich? 

Falls nicht, frag mich oder teile  gerne Deine Geschichte in den Kommentaren. Ich freue mich von Dir zu lesen.

 

Ganz viel Liebe zu Dir💛

In Liebe & Wertschätzung, 

Yin

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